Die Dorfchronik von Mühlingen

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Enki
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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Do 14. Nov 2013, 19:41

Ein kleiner Auszug aus Weibel Karls Gedanken, während er einmal quer übers Dorf brüllt:

"Da wollten wir also weiterziehen, um einen Leutnant ärmer, denn dem haben sie ja nu das Dorf anvertraut, aber dafür um ein wenig Kampferfahrung reicher. Es sind nicht mehr die Kinder und Ackerstecher, die ich anführe, nein, das kurze Gefecht um die Kuhbläke namens Mühlingen hat Männer aus den Leuten gemacht. Außer natürlich aus Johannchen und Peterle. Wusste schon immer, dass das warme Brüder sind und wie sie so nebeneinander stehen… naja. Aber deswegen müssen sie doch nicht so einen Nonsens daherreden! Der Peter hat das linke Auge eines Falken und das rechte einer Eule, dem entgeht weniger als den Raben aus diesen heidnischen Sagen. Und Johann darf man zwar keine Pike in die Hand drücken, aber mit einem Kurzbogen ist er absolut tödlich. Will sagen, aus den beiden hätte was werden können. Die hatten echte Chancen, den Krieg zu überleben. Und nun das! Stellen sich hin und jammern, wir sollen nicht durch den Wald marschieren, denn da hätts ein böses Schwein oder sowas. Wenn das eine Anspielung auf unseren Herrn Bachental sein sein soll, dann ists eine dusslige! Ach, vom Stadtschreiber hätten sie´s gehört, behaupten sie? Na, dann ist ja alles klar. Das ist ein Stadtmensch, der hat noch nie ein Wildschwein gesehen, daher beschreibt er´s, als sei´s der Leibhaftige persönlich."

Unter allerlei Drohungen gegen die beiden Kundschafter befahl Karl den geordneten Abzug. Die restlichen Soldaten grinsten sich eins, denn sie wussten genau, wem die nächsten Tage über der Latrinen- und Feldküchendienst aufgebrummt würde.

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Enki
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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Do 14. Nov 2013, 20:04

Enki wartete, bis die Soldaten verschwunden waren. Dieser Abschnitt seines Lebens lag hinter ihm, aber ob ihm der vor ihm liegende sonderlich gefallen würde, vermochte er nicht zu sagen.
Soooo, worum nun zuerst kümmern? Am liebsten um das „Musst du eben mehr Barde sein“, das mir Saloniki geraten hat. Geht aber nicht, das Dorf geht vor. Der Gastwirt… ugh, lieber abwimmeln. Müller Franz, was will der schon wieder? Häh, was, Karpfenteich? Nein, doch nicht jetzt! Mensch, Franz, ganz, ganz schlechter Zeitpunkt! Roswita… oh, Gott, Roswita… was wird sie wollen? Agnes aus Freidorf war ja hier… sicher schlechte Nachrichten…
Und so war es auch. Roswita behielt die Fassung, als sie Enki bat, sie ins Haus zu begleiten, doch kaum über die Schwelle, brach sie in Tränen aus. Dem Spielmann blieb nichts, als für die alte Freundin da zu sein, Halt zu bieten, von dem er nicht wusste, wo er ihn eigentlich hernahm.
Ein Blick in Roswitas Augen lies ihn erstarren. Denn die Frau weinte nicht, weil ihr jemand mitgeteilt hatte, dass Ottmar sterben würde. Da war etwas anderes…
Roswita schnäuzte sich in den Ärmel. „Wie… hälts dus mit der Religion, Enki?“ brachte sie hervor.
„Äh, genaugenommen gar nicht mehr, seit dem unglücklichen Zwischenfall mit meinem Moses-Bühnenstück damals auf der Leipziger Messe…“
Das brachte Roswita ein klein wenig zum Schmunzeln. Guter alter Enki! Wenn er sich gerade nicht zum Narren machte, wusste er ihn verdammt gut zu spielen, um die Menschen aufzuheitern. Ein weiser Mann könnte er sein, wenn er nur wollte.
„Mein Mann hat nur noch wenige Wochen zu leben. Der böse Rauch hat seine Lungen angegriffen. Aber da waren diese beiden Soldaten aus deiner Truppe, die haben mir eine Geschichte erzählt…“
Roswita begann, Enki die Sage vom Schwarzkünstler Hal aus Wien wiederzugeben, der in dieser Gegend gewirkt haben sollte. Wenn das stimmte, würde er vielleicht ein Mittel gekannt haben, mit dem sich Ottmar heilen ließe. Andererseits war Hal ja ein Hexenmeister gewesen. Wäre es nicht sündhaft, auf seine Forschungen zurückzugreifen?
Enki schob Roswita auf einen Stuhl und legte ihr ein wollenes Tuch um die Schulter.
„Die übelsten Sträflinge graben Brunnen, und wir trinken das Wasser, das darauf geschöpft wird, trotzdem“, meinte der Spielmann. „Ich wäre bereit, Nachforschungen anzustellen. Finden wir etwas Gutes, so soll´s uns Gottes Wille sein. Graben wir etwas Böses aus, auch gut, dann übergeben wir es den Kirchenmännern, damit sie es unschädlich machen. Aber bevor wir überhaupt etwas finden, mag ich nicht urteilen, denn der liebe Gott tut es auch nicht!“

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Di 19. Nov 2013, 14:48

Unter dem Vorwand, den Fortgang der Arbeiten zu inspizieren, legte Enki beim Aufbau des Dorfes Hand mit an. Ein Balken hier, eine Stunde Kinderbetreuen dort und einmal Brotteig ansetzen bei Müller Franz, alles völlig unauffällig. Dem kleinen Engelchen, das noch immer über Mühlingen wachte, schien es wohl zu gefallen. Die Statue strahlte bereits wieder in ihrem früheren Weiß und flößte jedem Hoffnung ein. Ihr Anblick erinnerte Enki noch immer an einen heidnischen Liebesgott, doch er schon jeden Gedanken an Anke vorerst tapfer von sich.
Am Ende des Tages hatte Enki beinahe so viel gearbeitet wie seine Untertanen, ohne es allzu offensichtlich getan zu haben. Dem feisten Wirt war Enkis unstandesgemäßes Handeln nicht aufgefallen und die Mühlinger hatten es in einer Mischung aus Dankbarkeit und Amüsement angenommen.
Doch bereits am darauffolgenden Morgen verschwand Enki im Wald. Einige Schlingen und Wildfallen hatte er mitgenommen, wie damals, als das Trio Ottmar, Roswita und Enki sich hier niedergelassen hatte. Auch nahm sich Enki vor, ein paar fette Zuchtkarnickel zu erwerben, immerhin hatte er als Leutnant nicht schlecht verdient. Nicht gerade Goldbarren, auch nicht genug Silber, um das Dorf über Nacht wieder auferstehen lassen, aber genug, um zumindest einen Anfang zu machen. Die Kaninchen würden also wieder Einzug in Mühlingen halten, um hoffentlich Weihnachten einen schönen Braten für jedermann abzugeben.

Nachdem alle Fallen aufgestellt waren, setzte sich der Spielmann auf einen Stein. Er holte die herausgerissene Buchseite hervor, die Roswita von Johann erhalten hatte. Was da nicht alles für Unsinn zu lesen war! Ein Zauberkünstler, in Schweine verwandelte Menschen, ein verlassenes Labor genau hier, wo heute Mühlingen stand… und er, Enki, suchte den winzigen wahren Kern, der in der Sage stecken mochte oder auch nicht.
Vor Mühlingen hatte es mindestens eine ältere Siedlung am selben Ort gegeben. Eine aus dem Mittelalter und vermutlich einen Handelsplatz aus römischer Zeit, soviel hatten die Mühlinger bereits über ihre Heimat herausgefunden. Und da war die zerschmetterte Teufelsstatue gewesen, die sie vor vielen Jahren ausgegraben hatten… Dennoch…
„Ich jage Hirngespinsten nach. Gäbe es hier etwas von Wert, in all den Jahren hätte Gunther der Grauling es doch längst gefunden“, dachte der Spielemann bei sich. „Als wir das Feuer einzudämmen versuchten, ist eine hübsche Grube entstanden, in die wir den Brandgeleitet haben. Die sollten wir weiter ausschaufeln und Karpfen darin züchten. Das wäre vernünftig.“
Seufzend erhob sich Enki. Er wusste, er würde keine Ruhe finden, wenn er nicht zumindest einmal mit dem Grauling gesprochen hätte.

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Mo 25. Nov 2013, 21:14

Enki verfügte über eine vage Vorstellung davon, wo sich Gunthers Versteck befand. Es hatte eine Zeit gegeben, da hätte diese Ahnung allein dem Grauling Grund geliefert, jemand zur Hölle zu schicken. Durch ein finsteres Tal war der ehemalige Ritter gegangen, doch während Meinrats Intrige vor so vielen Jahren hatte er zu seinem edlen Wesen zurück gefunden. So hatte Enki jedenfalls bis heute geglaubt.
Der Spielmann stieß einen Schrei der Überraschung aus, als er das labyrinthartige Brombeerdickicht, das man auf dem Weg zu Gunthers Versteck durchqueren musste, betrat. Da stand der Grauling, sein Schwer gezogen, über eine Dame gebeugt! Die Edelfrau wirkte jung, noch keine 20, und ihre in strahlenden Farben leuchtende Gewandung ließ Enki sofort „Prinzessin!“ denken. An Prinzessinnen herrschte in deutschen Landen kein Mangel, denn so so manches Fürstentum war kleiner als ganz Bachental.
Ohne lange zu zögern (oder gar nachzudenken) zog Enki sein Schwert und stürmte auf den Banditen zu. Da er die Waffe im Laufen gezückt hatte, schwang sie nun unkontrolliert nach links und rechts und drohte, dem unerfahrenen Kämpfer das Gleichgewicht zu rauben. Enki erinnerte sich an Weibel Karls Lektionen und umfasste den Griff mit beiden Händen. „Da liegt keine Schande drin, wenn es Anfänger das tut, auch wenn dir andere das einreden wollen“, hatte der Unteroffizier gesagt. Seine ersten Gefechte musste ein Neuling einfach nur überleben, bevor es sich lohnte, an eine fundierte Ausbildung zu denken.
„Bist in also doch in deine alten Wege zurückverfallen!“ schrie Enki Gunther an. „Räubergesindel du! Sofort lässt du das Frauenzimmer gehen!“
Der Räuber wehrte seinen Angreifer mühelos ab. Den meisten Schwerthieben musste er lediglich ausweichen, nur ab und zu einmal parieren. Doch wann immer Eisen auf Eisen klirrte, zog Gunther wie anerkennend die Augenbraue hoch.
Niemand musste Enki erklären, dass er auf verlorenem Posten stand. Aber er konnte der Prinzessin Zeit verschaffen. Enkis Plan bestand darin, Gunther eine Zeitlang zu beschäftigen, sich dann aus dem Duell zu lösen, das Schwert notfalls zurückzulassen und die Beine in die Hand zu nehmen. Dass er flinker als Gunther war, wusste er, aber auch ausdauernder...? „Lauft, solange Ihr noch könnt!“ rief Enki der Prinzessin zu.
„Eben das kann sie nicht“, lachte Gunther.
Die „Prinzessin“ nickte dazu.
„Sie hat sich den Fuß verstaucht, als sie vor einer riesigen schwarzen Wildsau fortgelaufen ist“, erklärte der Räuber zwischen seinen Ausweichmanövern.
Erneut nickte die Edeldame. Sie schien keinerlei Furcht zu verspüren.
Mit einem Seufzer, gefolgt von einem gekonnten Schlag mit dem Knauf seines Säbels gegen Enkis Handgelenk entwaffnete Gunther seinen Kontrahenten. „Den Schwertkampf müssen wir bei Gelegenheit einmal zusammen üben“, meinte er dabei gelassen. „Ihr habt Potential, Enki, obwohl mich dünkt, dass euch diese neumodischen Fechtwaffen besser liegen würden. Vielleicht versucht Ihr es einmal mit einem schlanken Rapier.“
Enki trat einen Schritt zurück. „Du verspottest mich…“
Die Prinzessin nutzte die Gunst des Augenblicks, um dem Spielmann ihre Hand entgegenzustrecken. Enki half ihr auf. „Ist jetzt nicht ganz der richtige Moment, aber ich bin Enki von Mühlingen zu Bachental, der Spielmann aus dem nächsten Ort“, stellte er sich vor.
„Ein Spielmann, der ein Adliger ist? Wie im Nibelungenlied? Wie spannend!“
Das Fräulein schmiegte sich an ihren Retter. „Das war tapfer von Euch, sich für mich einem so starken Gegner in den Weg zu werfen“, schmachtete es. „Aber dieser gute Mann hat mich vor dem Monsterschwein gerettet. Er ist der Straßenwächter von Mühlingen. Oder so.“
„Ist er das?“ fragte Enkis Blick.
Zur Antwort reichte Gunther der Grauling dem Spielmann stumm dessen Schwert zurück. Das konnte alles oder nichts bedeuten. Enki blieb auf der Hut. Die beiden Männer musterten einander abschätzig. Plötzlich lachte Gunther. „Nein, doch nicht etwa…? Enki! Ihr misstraut mir nicht, weil ich mal ein Räuber war, sondern weil Ihr nun wisst, dass ich vorher ein Adliger war!“
„Hrmpf.“
Der kurze Wortwechsel war vollständig über den Kopf der Prinzessin hinweg gegangen. Sie verteilte bereits wortreich Geschenke an ihre Retter, die sie ihnen zukommen lassen wollte, sobald sie wieder in der Zivilisation angekommen wäre. Der tapfere Straßenwächter sollte einen Säckchen mit Silber erhalten. Enki versprach sie ein kleines Gatter für seine geplante Häschenzucht und als die drei das Brombeerdickicht verliesen war bereits ein kompletter Karpfenteich daraus geworden.
Und so kam es, dass Enki ein Schwein gesucht, aber ein Gänschen gefunden hatte.

Mit Dank an Heinz für die Inspiration ;)

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Do 28. Nov 2013, 00:54

Der Rückweg nach Mühlingen ging standesgemäß per Kutsche vonstatten. Wieder einmal waren es die Freidorfer, denen das zu verdanken war. Gern hätte Enki den Nachbarn gefragt, wie es bei diesem eigentlich zuginge und ob Thomas wohl schon fleißig auf der Artistenschule lerne, doch als man ihm den Kutschbock anbot, döste er dort oben trotz des Rumpelns der Räder rasch weg. Nur ab und zu blinzelte der Spielmann, erwachte, dämmerte wieder in Halbschlaf und verbrachte solcherart weder würdevoll noch erholsam die Heimreise nach Mühlingen.

Dort begrüßte die Ankömmlinge ein Hund von der Größe eines jungen Kalbs. Hinter dem Tier befand sich eine Reisegruppe in heller Aufregung. Die Männer und Frauen hatten sich Mühe gegeben, den Rittersleut und Burgfräuleins aus alter Zeit ähnlich zu werden, doch sie bewegten sich und sprachen wie Menschen der Gegenwart. Die schweren Plattenrüstungen, die sie für sich und ihre Pferde im Gepäck mitführten, hätte im Mittelalter niemand herstellen können und ihre höfische Mode hatten die Herrschaften auch nicht gegen die weitaus einfacheren Gewänder ihrer Vorfahren eintauschen wollen.
Es handelte sich, wie sich bald herausstellte, um die Anverwandten der „Prinzessin“ und sie befanden sich auf dem Weg zu einem Turnier auf den Wiesen von Ankes einstigem Heimatort.
„Kind, Kind, was machst du nur für Sachen!“ entfuhr es einem Mann in mittleren Jahren, der wohl der Vater der Geretteten sein musste. „Wir haben uns Sorgen gemacht, als dich plötzlich niemand mehr finden konnte! Nie wieder lasse ich dich ohne Aufsicht Wildblumen pflücken!“
Die Prinzessin antwortete wortreich. Von weitschweifigen Gesten untermalt berichtete sie von ihrem Abenteuer im Wald und deutete dabei immer wieder auf Enki, den „stattlichen jungen Baron“. Der Mann runzelte die Stirn. „Baron? Ach so, Freiherr, meinst du. Komm mir doch net mit so einem ausländischen Geschwafel daher! Im Übrigen scheint der mir älter, als er aussieht. Seine Augen…“ „Ja, seine wundervollen Augen!“ wiederholte das Edelfräulein. „Die sind dir also auch schon aufgefallen!“

„Und wieder ein Gutes Ende“, knurrte Enki.
Saloniki musterte den Jüngeren eindringlich. „Was hast du im Wald getrieben?“
„Kaninchen wildern und Hirngespinsten nachjagen.“
„Ha, ja, so habe ich dich damals kennegelernt! Aber Wilderei ist es ja nun nicht mehr…“
„Ja. Alles hat sich geändert und wird sich noch mehr ändern, wenn Ottmar es nicht… falls Ottmar es nicht schaffen sollte, wollte ich sagen.“
Saloniki nickte düster. „Vater Martin sollte just in diesem Moment bei ihm sein“, überlegte er laut. „Pater Ambrosius hat das in die Wege geleitet.“

Gefasster, als er es erwartet hätte, fand Enki Roswita im Bauernhaus vor. Bei seiner letzten Begegnung mit der Schulzin hatte sie sich in die Frage verstiegen, ob es sündhaft wäre, ihren Gatten mit Magie zu retten. Es lenkte von der Frage ab, ob er denn überhaupt noch zu retten wäre…
Vater Martin kam die Stiege ins Erdgeschoss herab, kaum dass Enki und Saloniki das Haus betreten hatten. „Gott der Herr prüft uns bisweilen in einer Weise, die uns grausam erscheinen muss“, erklärte er nach der Begrüßung. „Vielleicht wäre es besser gewesen, der Patient dort oben wäre nie aus dem Feuer gerettet worden, sondern in Frieden eingeschlafen.“
„Aber es gibt Hoffnung…?“ drängte Roswita.
„Die gibt es immer, nur ist sie nicht auf das Diesseits bezogen, wenn ich die Heilige Schrift richtig verstehe“, warf Enki ein.
„Ja und nein. Gäbe es überhaupt keine Hoffnung mehr für Ottmars Leib, so würde ich niemand hier belügen.“
Gespannt warteten die drei, was der Kirchenmann ihnen zu sagen hatte. Es schien ihm nicht schwer zu fallen, die rechten Worte zu finden. Aber sie auch auszusprechen…
Am liebsten hätte Enki „Na, was denn nun?“ gerufen, Roswita zitterte vor Aufregung und Saloniki musterte Vater Martin in einer Mischung aus Ergebenheit und Skepsis.

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Fr 29. Nov 2013, 23:27

Just in diesem Moment erhob sich draußen ein Tumult. Enki steckte den Kopf durch das Fenster, um etwas hinauszubrüllen. Wie die Dörfler ihn sahen, verlangten sie nach seiner Anwesenheit. „Geh nur, mein Sohn“, beruhigte Vater Martin den zögernden Freiherrn.
Enki verließ das Bauernhaus nur unwillig.

Auf der Baustelle für das neue Gesindehaus scharten sich die Mühlinger und die Gäste um eine Kiste mit einstmals schweren, nun aber durchgerosteten Eisenbeschlägen. Diese sei bei den Ausschachtarbeiten für den neuen Keller zutage getreten, eröffneten die Arbeiter Enki. Was sich wohl darin befände? Womöglich ein Goldschatz?
Enki beugte sich bei dem Fund nieder. Vorsichtig entfernte er Erd- und Lehmbrocken von der Kiste. Beinahe fürchtete er, sie würde bei der ersten Berührung zerfallen - und so war es auch. Als er den Deckel anzuheben versuchte, löste zerbröckelte das Holz in Enkis Händen. „Tatsächlich - ein Schatz!“ grinste der Spielmann, als sein Blick nun in die Truhe fiel. „Zwei Schriftrollen!“
Beinahe andächtig hob Enki die erste Rolle aus ihrem Grab. „Das ist Pergament“, meinte er dabei. „Aus Tierhäuten gewonnen. Mäuse knabbern es nur höchst ungern an, aber ich fürchte, die sind das geringste Problem. Unser feuchter Boden hier ist dem Schriftstück nicht gut bekommen.“
Den Mühlingern war Pergament nicht unbekannt. Sie benutzen es für ihre Fensterläden und erst vor kurzem hatten sie es in Form der Bespannung der Trommeln der Kaiserlichen kennengelernt… Doch als Schreibmaterial war es seit vielen Generationen nicht mehr gebräuchlich.
Enkis Finger fuhren über das wellig gewordene Pergament. Der Vater der Prinzessin beugte sich interessiert über seine Schulter. „Lest vor!“ forderte er, ganz so, als sei es selbstverständlich, dass jeder diese Kunst beherrsche.
Enki fühlte sich in der Tat wieder wie ein Leseanfänger, als er die Silben zusammensetzte:

Zuo sterken daz fihu… zuht…
stedil… dannenburtig… firiuuizzo meista … Hal uz Wenia… …. … niozan?

so getan…
fona demo bene in daz fleisk, fona demo fleiske in daz fel

Bimes framwertig zitigo

Ferspurneda!
Irmondeot… in abuh redinon enti farspian einmuotig

zi holce…fridu infar wîgandun!
Erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit ;)
„Nonsens…“ Der Spielmann schüttelte den Kopf. „Das ist kein Dokument, das ist Kauderwelsch!“
„Es ist Deutsch“, korrigierte der Edelmann amüsiert. „Eine sehr altertümliche Audrucksweise allerdings.“
„Ihr könnt das lesen?“
„Sicher! Ich habe es mir anhand der Werke des Kürenbergers und natürlich des großen Walther angeeignet.“ Sich am Kopf kratzend fügte der Mann hinzu: „Hier scheint es sich allerdings um eine noch weitaus ältere Form zu handeln… fast jedes v durch ein f ersetzt… wirkt wie eine Aneinanderreihung von Schreibfehlern, aber das kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen. Eine gestochen scharfe Handschrift hatte der Schreiber - nein, so schreibt kein Anfänger.“
Enki erhob sich. Er versetzte der Kiste einen leichten Tritt, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte dieser Fund wirklich einen Wissensschatz dargestellt. Doch derzeit hatte er wahrlich genug andere Probleme um die Ohren! Daher erklärte Enki: „Das ist alles schön und gut, aber mein Schulze liegt in seinem Haus und ringt mit dem Tode. Wollt ihr mir die Schriften abkaufen, so sind gutes Gold und Silber immer gern gesehen.“
„Nein, bester Von Bachental, ich denke nicht, dass es Eurem Familienoberhaupt recht wäre, wenn Ihr so einfach das Erbe fortgäbt!“
„Welches Erbe?“ wunderte sich Enki. Sein Erbe hatte man ihm doch bereits ausgezahlt: den kleinen Weiher Viehweidhalt, in dem nie gewesen war. Und nun besaß er stattdessen Mühlingen. „Was hat denn die uralte Kiste mit meinem Erbe zu tun?“
Der Vater der Prinzessin lächelte nachsichtig. Wortlos deutete er auf ein Siegel, das die zweite Schriftrolle verschloss. Und dieses Siegel zeigte das Wappentier der Bachentaler.
Enki lief es eiskalt den Rücken hinunter.
Unser Wappentier ist ja ein Wildschwein! Ja, natürlich, Bachental, da etwas anderes zu erwarten wäre schon ziemlich närrisch. Aber ausgerechnet ein Schwein, wo hier der Sage nach ein Monsterschwein sein Unwesen treibt? Was, wenn da eine Verbindung bestünde?
„Ich glaube“, sprach er gedehnt, ich benötige Euer Wissen, Herr… Herr…“ Enki stockte. Bei allen Himmeln und Höllen, die Heiden- und Christentum zusammen besaßen, wie hieß der Kerl, mit dem er die ganze Zeit sprach, eigentlich?!

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Sa 30. Nov 2013, 22:54

Im letzten Moment identifizierte Enki das Wappen des Adligen korrekt. „Herr von Regenstein!“ beendete er seinen Satz mit einiger Erleichterung.
„So. Eines nach dem anderen!“ Der Regensteiner rieb sich die Hände. Einem Knecht befahl er, die Reste der geborgenen Truhe und die beiden Schriftrollen aufzuheben. Seinem Gefolge teilte er mit, dass man heute in Mühlingen übernachten würde. Die Kutschenstation lag zwar in Trümmern, aber der neuen Wirt war schon eifrig dabei, die Herrschaften auf Kammern in der Mühle, der Garküche und in den Gebäuden der Winzerei zu verteilen.
„Minchen!“ rief der Herr von Regenstein. „Von jetzt an bleibst du an meiner Seite und zwar auf Armeslänge!“ An Enki gewandte erklärte er: „Meine Tochter Hermine ist ein sehr selbständiges Kind, seit uns ihre selige Mutter verließ. Aber sie neigt zu Tagträumen und Schwärmerei. Das Mädchen braucht einen Ehemann, der ihm mal ordentlich den Kopf auslüftet und es in unsere Welt zurückholt. Nun, das braucht Eure Sorge nicht sein…“
Minchens Augen wurden so groß wie ihr Mund, als sie hauchte: „Aber mein Herr Vater, das könnte sehr wohl seine Sorge sein!“
Rüdiger von Regenstein blickte von seiner Tochter zu Enki und wieder zurück und schüttelte den Kopf. „Nein, danke, nicht zwei von der Sorte in der Familie“, flüsterte er zu sich selbst.

„Kümmern wir uns nun um Euer Schriftstück, von Bachental! Gibt es einen Ort, an den wir uns zurückziehen können?“
Enki erklärte, dass er keinen Wohnsitz im Dorf besäße, was Rüdiger nicht weiter verwunderte, denn als Freiherr wohnte man nun einmal hübsch abseits von seinen Untertanen. So einigte man sich darauf, ins Bauernhaus zu gehen.
Auf dem Weg dorthin eröffnete Rüdiger Enki, dass er und seine ganze Familie sehr an der Historie und der volksprachlichen Literatur interessiert seien. „Und seit vergangenem Jahr leben wir sogar wie die alten Rittersleut“, gestand er freimütig. „Wir ziehen von Turnier zu Turnier, um die Preisgelder zu erringen, damit wir unser Land wieder aufbauen können. Euch, mein Herr, hat ja wohl ein Feuer das Dorf verwüstet. Aber das lässt sich wieder aufbauen, solange man nur über genügend Hände zum Arbeiten verfügt. So viel Glück hatten wir leider nicht. Bei uns war es das Feuer des Heiligen Anton*… Nun, was soll´s, der Herrgott nimmt´s, er wird´s auch wieder geben, also was soll das Lamentieren!“
Rüdiger, Enki und Minchen traten über die Schwelle des Hauses, wobei Hermine es fertig brachte, dermaßen „ungeschickt“ aufzutreten, dass sie gegen Enki taumelte und dieser sie auffangen musste.

*Antoniusfeuer=Ergotismus (Mutterkornkrankheit)

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Mo 2. Dez 2013, 15:36

Unterdessen auf Server 2…

Im kleinen Weiher Viehweidhalt steht das Vieh seit Tagen an leeren Trögen und blöhkt sich die Seele aus dem Leib. Aber die geschundenen Kehlen erwartet keine Linderung, denn auch die Wasserstellen sind ausgetrocknet und werden nicht nachgefüllt.
Nicht viel besser als dem Vieh ergeht es den Menschen. Sämtliche Lehrlinge, die nach Arbeit fragen, werden schroff abgewiesen. Man könne sich das derzeit nicht leisten, heißt es, und sie sollten doch gefälligst nach Mühlingen oder Freidorf gehen! Selbst gut ausgbildeten Gesellen wird die Tür vor der Nase zugeknallt. Die Hofkunden würden über dieses Verhalten die Köpfe schütteln, doch dazu bleibt ihnen gar keine Zeit, so schnell, wie der Vogt sie vom Land scheucht. Jedes noch so kleine Fitzelchen Ware wird ausschließlich über die Marktsände verkauft.

Was ist hier los? Doch nicht schon wieder Krieg?
Nö! Eisern sparen fürs Weihnachtsevent :mrgreen:

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Di 3. Dez 2013, 03:00

Soll die Seel´ gerettet werden, sie einen Körper braucht auf Erden.
Drin wandeln bis zum Tod sie mag, wird erweckt am jüngsten Tag.
Ist´s um diesen schlecht bestellt, hilft keine Medizin der Welt,
nicht Gold, noch Silber noch guter Wille, nur der Glaube wirket stille.
- Enno-Kilian Bachentaler (damals 10)


Roswita saß allein in der Stube. Sie wunderte sich nicht schlecht, als plötzlich ein ganzes Aufgebot Menschen das Haus betrat: Enki, Rüdiger, Minchen und Saloniki.
„Verzeiht, ich bin jetzt keine gute Gastgeberin…“
Enki zuckte zusammen. Was hatte Vater Martin Ottmars Weib eröffnet?
„Mein Mann wird nicht alt werden, aber wenn er die nächste Woche übersteht, werden ihm noch etliche Jahre hier im Dorf vergönnt sein.“
„Euch, Roswita, euch beiden!“ erwiderte Enki, doch die Frau schüttelte den Kopf. „Nein, alter Freund, mir nicht. Denn ich werde dann ja nicht mehr hier sein.“
„Worüber spricht sie?“ fragte Hermine ihren Vater, doch der konnte nur mit den Schultern zuckten und antworten: „Nichts, was uns etwas anginge, mein Minchen.“
Roswita setzte Enki auseinander, dass es eine Medizin gäbe, die Ottmar über den vor ihm liegenden Kampf helfen könne. Niemand könne sie kaufen oder anmischen, da es sich um Tränen handelte. Die Tränen der Heiligen Kunigunde von Luxemburg, deren Schädel im Dom zu Bamberg aufbewahrt wurde! Seit Menschengedenken war es nicht mehr vorgekommen, doch es hieß, bisweilen weine die Heilige Freudentränen, wenn sich eine Frau der Schwesternschaft der Heiligen Kunigunde anschlösse.
„Keine Tränen der Trauer, Enki“, bekräftigte Roswita. „Nur reine Freude kann die Kraft zur Genesung schenken.“
„Ich weiß nicht…“ Der Freiherr zog einen Schemel heran, doch anstatt sich selbst zu setzen, platzierte er Roswita darauf. Die Frau erschien ihm zu aufgewühlt, um hier vor ihnen allen zu stehen. „Wenn mir jemand auf dem Markt vom Bamberg so eine Wundergeschichte erzählen würde, scheuchte ich ihn mit einem Tritt fort und dabei wäre derjenige noch gut weggekommen! Aber wenn der Pater es sagt… Saloniki, was meinst denn du dazu?“
„Vater Martin ist hierher zu euch gefahren, ohne etwas dafür zu verlangen. Er hat lindernde Tropfen für Ottmar mitgebracht. Du bist ja der Meinung, dass niemand für irgendetwas im Leben zu arbeiten haben sollte, aber sieh sein Entgegenkommen ja nicht als selbstverständlich an! An Vater Martins Worten zu zweifeln, nach allem, was er für deinen Schultheiß und sein Weib getan hat, wäre schändlich.“ Saloniki senkte den Kopf. Leise gestand er, dass die ganze Geschichte tatsächlich recht märchenhaft klänge.
„Wenn Ottmar nur leben wird, so will ich…“, begann Roswita. Bevor sie den Satz vollenden konnte, schwang die Tür erneut auf und herein trat Anke die Kuhhirtin. Enkis Gesicht hellte sich sofort auf.
„Wer ist denn das schon wieder?“ beschwerte sich Hermine. „Müsste man die kennen? Mir sind das zu viele Gesichter auf einmal, Vater!“
„Ich habe gehört, was hier besprochen wird“, erklärte Anke, ohne auf das Gezeter der Fremden zu achten. „Ach herrje, das war jetzt missverständlich. Natürlich nicht gelauscht, sondern von Vater Martin! Enki, Mutter Roswita – ich werde es sein, die das Gelöbnis ablegt!“
„Aber Kind!“
„Nein, nein, es ist schon gut!“ Anke legte ihrer mütterlichen Freundin beide Hände auf die Schulter. „Tätest du es, wäre es ein Opfer. Du wärst nicht mit dem Herzen dabei, weil das sich ja nach Ottmar sehnt. Und was Gott zusammengefügt hat, darf man ohnehin nicht trennen. Wie wolltest du als verheiratete Frau denn der Schwesternschaft beitreten? Ich hingegen wollte nur einen einzigen Mann, den ich aber nicht haben kann. Es wird Zeit, meinem Leben einen neuen Sinn zu verleihen, bevor ich als alte Jungfer verkomme, die nur in ihrer Trauer versinkt. Weit weg von Mühlingen kann ich leichter vergessen als hier unter euch.“
„Du spinnst doch!“ entfuhr es Enki. Sogleich schämte er sich dafür. War Ottmar nicht sein Freund, eine Art großer Bruder? Musste er nicht nach jedem noch so schmalen Halm greifen, um ihn zu retten?
„Enki!“ Anke lachte, aber nicht verletzend, sondern von Güte unterlegt. Sie trat auf den einstigen Spielmann zu, rückte seinen Umhang und die Spange zurecht, ohne jedoch den Träger zu berühren. Es war die Geste einer Schwester, die ihren kleinen Bruder zum Spielen in der Welt da draußen zurecht machte (ungeachtet der Tatsache, dass Anke jünger als Enki war – Schwestern sind immer älter ;) ). Mehr durften die zwei von so unterschiedlichem Stand nicht mehr füreinander sein. „Die Zeit wird alle Wunden heilen, auch wenn die Narben des öfteren zwicken werden. Uns einzureden, es blieben keine zurück, wäre dumm. Aber so ist es am Besten.“
Und das war der Moment, an dem Minchen eins und eins zusammenzählte. Mit der tragischen Liebesgeschichte ihres „Retters“ und seiner Magd konfrontiert, fiel sie vor Rührung in Ohnmacht in ihres Vaters Arme. „Oh, Herzeleid!“
„Wenigstens ein gutes hat dieser Abend“, hörte sich Enki hinter aufeinandergepressten Zahnreihen knurren.

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Re: Die Dorfchronik von Mühlingen

Beitrag von Enki » Do 5. Dez 2013, 14:52

Irgendwann kehrte Ruhe ein.
Rüdiger saß über seiner Übersetzung der gefundenen Schriftrollen in der Stube, Minchen hatte ihren Stickrahmen hervorgeholt und summte dabei traurige Lieder und in der Schänke gab das Gefolge des Regensteiners Anekdoten aus der weiten Welt zum Besten.
Unterm Dach des Bauernhauses aber hatten sich vier Menschen an Ottmars Krankenlager eingefunden: Der Müller Franz und sein Weib die Bäckerin, Enki und natürlich Roswita. „Nur wir fünf, wie damals, als alles angefangen hat“, bemerkte Franz. „Wisst ihr noch?“
Enki nickte. Er erinnerte sich noch gut an die ersten Tage in Mühlingen. Aber begonnen hatte für ihn alles viel früher… an einem Karpfenteich…

(Die Rückblende spukt mir schon länger im Kopf rum. Sie läuft über ca. 6 Beiträge und in der Zwischenzeit könnt ihr mich ja überzeugen, welche Partie euch am liebsten für den Spielmann wäre: Anke? Petra? Roswita? Minchen? Oder jemand ganz anderes?)

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